Street Skate
Segway-Ratgeber

Segways & Self-Balancing im Vergleich

Segways sind die komfortabelste Art, elektrisch kurze Strecken zu fahren: aufrechter Stand, Lenkstange, intuitive Gewichtssteuerung. Wir zeigen dir, welche Self-Balancing-Modelle sich für Touren, Familien und Einsteiger lohnen, wie du Akku und Bremsen richtig pflegst und wann ein E-Scooter oder Hoverboard die bessere Wahl ist.

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Shop-Tipp

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Hoverboards & Hoverkart

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Hintergrund

Was du über Segways wissen solltest

Ein Segway ist die komfortabelste Art, elektrisch kurze Strecken zurückzulegen. Du stehst aufrecht, hältst dich an einer Lenkstange fest und steuerst allein über sanfte Gewichtsverlagerung. Kein Abstoßen, kein Balancieren wie auf dem Board, sondern ein ruhiger, sicherer Stand. Genau das macht Self-Balancing-Roller so beliebt für geführte Touren und für Menschen, die sich auf einem Hoverboard oder E-Scooter unsicher fühlen. Gleichzeitig hat sich hinter dem Namen Segway viel getan: Die Marke steht heute für weit mehr als den klassischen Stehroller.

Warum gibt es den klassischen Segway nicht mehr?

Der Segway Personal Transporter (PT) kam 2001 auf den Markt und wurde als Revolution der städtischen Mobilität gefeiert: zwei Räder nebeneinander, ein Elektromotor pro Rad, Kreiselsensoren und ein Regelkreis, der das Gerät selbstständig in Balance hält. Ein Massenprodukt wurde der PT trotzdem nie, dafür war er mit Preisen im hohen vierstelligen Bereich schlicht zu teuer. Im Juli 2020 stellte Segway Inc. die Produktion des klassischen Personal Transporters offiziell ein. Wenn du heute einen "echten" Segway mit den großen Rädern siehst, ist das fast immer ein Bestandsgerät, wie es Tourenanbieter weiterhin einsetzen.

Die Marke selbst lebt weiter: Bereits 2015 übernahm das chinesische Unternehmen Ninebot den amerikanischen Hersteller. Seitdem firmiert das Unternehmen als Segway-Ninebot und gehört zu den größten Anbietern für elektrische Mikromobilität weltweit. Der Name Segway leitet sich übrigens vom englischen "segue" ab, was so viel wie "sanfter Übergang" bedeutet, eine Anspielung auf die fließende, gleitende Fahrweise.

Segway-Ninebot heute: E-Scooter, Balance-Geräte und mehr

Wer heute Segway kauft, kauft in den meisten Fällen einen E-Scooter. Die Ninebot-KickScooter-Serien gehören zu den meistverkauften Modellen in Deutschland und decken vom günstigen Einsteiger bis zum reichweitenstarken Pendler-Scooter alles ab, viele davon mit ABE für den deutschen Straßenverkehr. Eine Übersicht zugelassener Modelle findest du in unserem Ratgeber zu E-Scootern mit Straßenzulassung. Daneben baut Segway-Ninebot weiterhin Self-Balancing-Geräte wie die Ninebot-S-Serie (ein Balance-Roller mit Knie- statt Lenkstange), dazu E-Gokarts, E-Bikes und sogar Mähroboter. Das aktuelle Sortiment kannst du dir zum Beispiel bei Amazon im Überblick ansehen.

Für dich als Käufer heißt das: "Segway" ist heute eher eine Produktwelt als ein einzelnes Fahrzeug. Was zu dir passt, hängt vom Einsatzzweck ab, und genau dabei helfen dir die folgenden Abschnitte.

Für wen lohnt sich ein Segway?

Der Segway spielt seine Stärken überall dort aus, wo Komfort und Standsicherheit zählen: bei Stadtführungen, auf Weingut- und Naturtouren oder auf großem Privatgelände. Die Lernkurve ist flach, die meisten Fahrer haben den Dreh nach wenigen Minuten raus. Wer dagegen ein Gerät zum Pendeln sucht, das er in Bus und Bahn mitnehmen kann, ist mit einem E-Scooter oft besser bedient. Unser direkter Vergleich Segway vs. E-Scooter hilft dir bei der Entscheidung. Und wenn du das Fahrgefühl erst einmal ausprobieren willst, ist eine geführte Tour der beste Einstieg: Die schönsten Strecken haben wir unter Segway-Touren in Deutschland gesammelt.

Was kostet ein guter Segway?

Die Preisspanne ist groß, weil unter dem Namen sehr unterschiedliche Geräte laufen. Als grobe Orientierung, ohne Anspruch auf Tagespreise:

  • Self-Balancing-Roller mit Knie- oder Lenkstange (etwa Ninebot-S-Klasse): meist zwischen 500 und 1.200 Euro.
  • E-Scooter von Segway-Ninebot: Einsteigermodelle ab etwa 300 Euro, Pendler-Modelle mit mehr Reichweite zwischen 400 und 800 Euro, Topmodelle darüber.
  • Klassische Segway PT: nur noch gebraucht oder aus Beständen, meist deutlich im vierstelligen Bereich.
  • Hoverboards als günstigster Einstieg in die Self-Balancing-Welt: ab etwa 150 bis 300 Euro, mehr dazu in unserem Vergleich der Hoverboards nach Preisklassen.

Billigimporte ohne Zertifizierung solltest du meiden: Bei Akku und Bremsen zu sparen ist die falsche Stelle. Worauf es technisch ankommt, liest du im Guide zu Bremsen und Fahrtechnik.

Darf ich mit dem Segway auf der Straße fahren?

Das kommt auf das Gerät an. Self-Balancing-Fahrzeuge mit Lenk- oder Haltestange können unter die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) fallen: Mit einer Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE) und Versicherungsplakette dürfen sie auf Radwegen fahren, so waren auch die klassischen Segway PT in Deutschland unterwegs. Viele importierte Self-Balancing-Geräte haben aber keine ABE, und Geräte ohne Stange wie Hoverboards können gar keine bekommen. Ohne Zulassung gilt: nur auf Privatgelände fahren (Stand 2026). Geführte Touren nutzen deshalb zugelassene Geräte oder ausgewiesene Flächen. Die vollständige Rechtslage, auch im Vergleich zu E-Scootern, erklären wir im Ratgeber E-Mobilität und Recht in Deutschland. Im Zweifel lohnt sich vor der ersten Fahrt ein Blick in die Papiere: Ist eine ABE dabei oder nicht?

Wie fahre ich sicher und wie pflege ich mein Gerät?

Sicheres Fahren beginnt mit der richtigen Technik: kontrolliertes Aufsteigen, sanftes Bremsen durch leichtes Zurücklehnen und vorausschauendes Kurvenfahren. Unser Guide zu Bremsen und Fahrtechnik führt dich Schritt für Schritt durch die Grundlagen. Damit dein Segway lange hält, sind Akku-Pflege und regelmäßige Wartung wichtig: Reifendruck prüfen, Akku nicht tiefentladen lagern, Sensorik sauber halten. Die wichtigsten Handgriffe findest du im Ratgeber Segway pflegen und warten. Fährst du auch bei Kälte, hilft dir der Winter-Guide zur E-Mobilität, denn Lithium-Akkus verlieren bei Minusgraden spürbar Reichweite.

Segways für die ganze Familie

Auch Kinder können unter Aufsicht auf passenden Self-Balancing-Geräten fahren, sofern Geschwindigkeit gedrosselt und Schutzausrüstung getragen wird. Worauf Eltern achten sollten, steht im Ratgeber Segways für Kinder. Für Touren zu zweit oder mit der Familie findest du die schönsten Strecken unter Segway-Touren in Deutschland, und das sinnvolle Zubehör von Helm bis Transporttasche haben wir ebenfalls für dich zusammengestellt. Einen breiteren Überblick über alle elektrischen Kleinstfahrzeuge gibt dir unsere E-Mobilität-Übersicht.

Häufige Fragen

Warum gibt es Segway nicht mehr?

Den klassischen Segway Personal Transporter gibt es nicht mehr, weil Segway Inc. dessen Produktion im Juli 2020 eingestellt hat: Das Gerät war zu teuer, um jemals ein Massenprodukt zu werden. Die Marke existiert aber weiter und gehört seit 2015 zum chinesischen Unternehmen Ninebot, das unter dem Namen Segway-Ninebot vor allem E-Scooter und Self-Balancing-Geräte verkauft.

Was bedeutet Segway auf Deutsch?

Der Name leitet sich vom englischen Wort "segue" ab, das "sanfter Übergang" oder "nahtlos weiterführen" bedeutet. Er beschreibt das gleitende, fließende Fahrgefühl des selbstbalancierenden Rollers. Eine direkte deutsche Übersetzung des Markennamens gibt es nicht.

Ist Segway ein deutscher Hersteller?

Nein. Segway wurde in den USA gegründet, wo Erfinder Dean Kamen den Personal Transporter entwickelte. Seit der Übernahme durch Ninebot im Jahr 2015 ist Segway-Ninebot ein chinesisches Unternehmen mit Sitz in Peking. In Deutschland sind die Produkte über Händler und Online-Shops erhältlich.

Was kostet ein guter Segway?

Self-Balancing-Roller der Ninebot-S-Klasse kosten meist zwischen 500 und 1.200 Euro, Segway-Ninebot-E-Scooter starten bei etwa 300 Euro. Klassische Segway PT sind nur noch gebraucht erhältlich, meist zu vierstelligen Preisen. Von ungeprüften Billigimporten raten wir ab, vor allem wegen Akku- und Bremsqualität.

Wie schwer ist ein Segway und wie transportiere ich ihn?

Klassische Segways mit Lenkstange wiegen oft 20 kg und mehr, was den Transport im Alltag umständlich macht. Für Touren ist das kein Problem, für tägliches Pendeln solltest du dir eher einen faltbaren E-Scooter oder ein tragbares Hoverboard ansehen.

Was ist der Unterschied zwischen Segway und Hoverboard?

Ein Segway hat eine Lenk- oder Kniestange und einen aufrechten, sehr stabilen Stand, ein Hoverboard steuerst du freihändig nur über die Füße. Das Hoverboard ist kompakter und verspielter, der Segway komfortabler und einsteigerfreundlicher. Mehr dazu im Vergleich Segway vs. E-Scooter und in der E-Mobilität-Übersicht.