Penny Board Tricks
Penny Board Tricks: Anleitung Schritt für Schritt — alles, was du wissen musst.
Penny Board Tricks: Anleitung Schritt für Schritt — alles, was du wissen musst.
Penny Board Tricks sehen auf Instagram leicht aus – doch die kompakten 22-Zoll-Boards erfordern Balance, Timing und eine gehörige Portion Mut. Die gute Nachricht: Die meisten Grundtricks lassen sich in wenigen Wochen lernen, wenn du die richtige Reihenfolge einhältst. In diesem Guide zeigen wir dir Schritt für Schritt, welche Tricks für Penny Boards realistisch sind, wie du sie sauber aufbaust und welche Fehler du vermeiden solltest, um dein Board und deine Knochen zu schonen.
Penny Boards sind primär für Cruisen gebaut – nicht für Flip-Tricks wie ein klassisches Skateboard. Trotzdem sind einige Tricks möglich: Manuals, Shuvits (180° Board-Drehungen), Pivots, No-Comply-Varianten und sanfte Ollies. Die kurze Standfläche (knapp 57 cm) macht komplexe Flip-Tricks extrem schwierig. Konzentriere dich auf Board-Drehungen und Balance-Manöver – die sehen auf einem Penny Board besonders stylish aus und sind authentisch für die Cruiser-Kultur.
Die wichtigste Voraussetzung: Du solltest sicher pushen, carven und auf einer Seite bremsen können. Wenn du dich noch unsicher fühlst, wirf einen Blick auf unsere Penny Board Übersicht, um die Basics zu checken.
Der Manual ist dein Einstieg in die Trick-Welt: Du balancierst auf den Hinterrollen, ohne dass die Nose den Boden berührt. Starte auf ebenem Asphalt mit moderatem Tempo. Verlagere dein Gewicht sanft nach hinten, während du die Vorderachse leicht anhebst – etwa 10–15 cm reichen. Deine Arme dienen als Balance-Pendel.
Typische Fehler: Zu viel Gewicht nach hinten → du fällst ab. Zu steif in den Knien → keine Korrekturmöglichkeit. Übe zuerst 2–3 Meter, dann verlängerst du die Distanz. Nach 10–15 Sessions schaffst du 10+ Meter. Der Manual ist die Basis für fast alle Balance-Tricks und trainiert dein Board-Gefühl massiv.
Kurze Antwort: Ja, aber mit Einschränkungen. Die Plastikdecks sind flexibel und haben weniger Pop als Holz-Skateboards. Ein 5–10 cm Ollie ist realistisch, höher wird's anstrengend. Die Technik bleibt gleich: Hinterfuß knallt das Tail, Vorderfuß zieht nach oben. Das Problem: Die kurze Nose gibt dir wenig Hebel, und das Plastik federt anders als Holz.
Für Penny Board Tricks empfehlen wir eher No-Comply-Varianten (Fuß setzt kurz ab, Board dreht sich) statt klassischer Ollies. Die sehen authentischer aus und schonen das Material. Wer dennoch Ollies üben will: Erwarte nicht die Höhe eines Popsicle-Decks und rechne damit, dass dein Tail schneller abnutzt.
Der Shuvit (auch Shuv-It) ist eine 180°-Drehung des Boards unter deinen Füßen – du springst, das Board rotiert, du landest wieder drauf. Auf einem Penny Board funktioniert das überraschend gut, weil das leichte Deck schnell dreht. Starte im Stehen: Hinterfuß mittig auf dem Tail, Vorderfuß kurz hinter der vorderen Achse.
Bewegungsablauf: Leichter Sprung nach oben, gleichzeitig schoopt der Hinterfuß das Board in eine Drehung (gegen den Uhrzeigersinn bei Regular-Stance). Deine Schultern bleiben parallel zur Fahrtrichtung. Das Board dreht sich 180°, du fängst es mit beiden Füßen wieder auf. Die ersten 20 Versuche landen meistens nicht – völlig normal. Übe zuerst im Stehen, dann mit minimalem Roll.
| Trick-Element | Fokuspunkt | Häufiger Fehler |
|---|---|---|
| Sprung-Timing | Gleichzeitig mit Scoop | Zu früh springen → Board dreht nicht |
| Scoop-Richtung | Leicht schräg nach hinten | Nur seitlich → Board fliegt weg |
| Landung | Über den Achsen | Zu weit vorne → Nose-Dive |
| Blick | Auf das Griptape | Woanders hinschauen → Landung verpasst |
Penny Boards kosten 30–80 Euro – kein Vermögen, aber auch nicht zum Wegwerfen. Übe neue Tricks auf glattem Asphalt oder Beton, nicht auf Teer mit Steinchen (zerkratzt das Deck). Vermeide wiederholtes Tail-Slappen auf rauen Flächen. Trage Protektoren: Knie, Ellbogen, Handgelenke – gerade bei Shuvits und Ollies landest du oft auf den Knien.
Progression-Tipp: Filme deine Versuche mit dem Handy. Du siehst sofort, ob dein Timing stimmt oder deine Schultern mitdrehen (Hauptfehler beim Shuvit). Übe einen Trick 100+ Mal, bevor du zum nächsten wechselst – Muscle Memory braucht Zeit. Und: Die besten Orte zum Penny Board Fahren bieten oft auch glatte Flächen für Trick-Sessions.
Nicht jedes Penny Board eignet sich gleich gut für Tricks. Boards mit ABEC-7- oder ABEC-9-Kugellagern rollen länger und geben dir mehr Zeit für Manuals. Deck-Flexibilität ist Geschmackssache: Steifere Decks (oft aus 7-lagigem Holz statt reinem Plastik) bieten mehr Pop für Ollies, flexiblere sind komfortabler beim Cruisen. Achsenbreite sollte zur Deckbreite passen – zu schmale Achsen machen das Board kippelig.
Ein Budget-Board für 25 Euro wackelt oft beim Manual, weil die Achsen schlecht justiert sind. Investiere lieber 50–70 Euro in ein Board mit ordentlichen Komponenten – der Unterschied bei Tricks ist spürbar. Prüfe vor jeder Session die Achsenschrauben (zieh sie nach, wenn sie lose sind) und die Rollen auf Risse.
Realistische Timeline für Penny Board Tricks: Manual nach 2–3 Wochen (3× pro Woche üben), Shuvit nach 1–2 Monaten, sauberer Ollie nach 2–3 Monaten. Das setzt voraus, dass du bereits sicher fahren kannst. Wer komplett neu ist, braucht 4–6 Wochen allein für die Fahr-Basics.
Trick-Kombinationen (z. B. Manual in Shuvit) kommen nach 6+ Monaten. Vergleiche dich nicht mit YouTube-Profi-Clips – die zeigen oft Leute mit Jahren Skateboard-Erfahrung. Feiere kleine Erfolge: Der erste 5-Meter-Manual ist ein Meilenstein. Der erste gelandete Shuvit verdient ein High-Five. Konsistenz schlägt Intensität: Lieber 20 Minuten täglich als 3 Stunden einmal pro Woche.